Mensch-Umwelt-Netzwerke


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Ziel, Ansatz und Struktur der Profillinie Mensch-Umwelt-Netzwerke

Um den Herausforderungen akuter Umweltveränderungen gerecht zu werden will die Profillinie Mensch-Umwelt-Netzwerke (MUN) insbesondere gesellschaftliche Dynamiken und Strukturen, sowie deren Auswirkungen auf das Umweltdenken und -handeln und die zugrundliegenden Prozesse analysieren. Dies verfolgt die Profillinie über die Entwicklung innovativer Forschungsansätze und -projekte an den Schnittstellen zwischen Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften.

Die Besonderheit der ‚Herausforderung Interdisziplinarität’ ist es, die unterschiedlichen Perspektiven und Methoden miteinander in Einklang zu bringen. Dies geschieht aktuell mit großem Erfolg in Gruppen zu den folgenden Themen: Boden und Ernährung , Lernen und gesellschaftlicher Wandel für mehr Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitstransformationen mit ihren globalen Verflechtungen und Abhängigkeiten, Flächenverbrauch, Flächenkonkurrenz und Bodenschutz, kulturelle Aspekte des gesellschaftlichen Wandels und Störungsanfälligkeit von Ökosystemen. Auch nachhaltiges Denken und Handeln in Unternehmen soll untersucht und gestärkt werden. Diversität ist das zugrundeliegende Prinzip, mit dem unterschiedliche thematische Herangehensweisen zugunsten des gesamten Forschungsschwerpunktes gefördert werden.

Inhaltliche Zielsetzung

Die Profillinie Mensch-Umwelt-Netzwerke (MUN) hat zum Ziel, zu einem Durchbruch im Verständnis von komplexen Mensch-Umwelt-Netzwerken beizutragen und damit die Grundlage zu schaffen, den zentralen Herausforderungen des gegenwärtigen Jahrhunderts zu begegnen. Schwerpunkte liegen dabei zum Beispiel auf den Themen Landwirtschaft, Boden und Ernährung. Die Profillinie verfolgt einen NEXUS-Ansatz, um Defizite von isolierten Betrachtungsweisen und der damit einhergehenden Vernachlässigung von Wechselwirkungen aufzuzeigen und sich daraus ergebende problematische Systemgrenzen und Nachhaltigkeitsdefizite zu überwinden. Exemplarisch sei hier der Wasser-Energie-Nahrungsnexus genannt.

Die Profillinie zielt auf die Entwicklung innovativer Forschungsansätze und -projekte an den Schnittstellen zwischen Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Konkret geplant sind koordinierte Drittmittelanträge im Themenfeld Mensch-Umwelt-Netzwerke (BMBF, VW-Stiftung, DFG, DFG-Graduiertenkolleg), die Entwicklung von interdisziplinären Lehrveranstaltungen und Lehrinhalten (Ringvorlesung, Seminare), der Aufbau einer regionalen Plattform und die Organisation von Veranstaltungen zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen mit anderen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft (zum Beispiel Hochschule Osnabrück, Deutsche Bundesstiftung Umwelt) und die aktive Teilnahme an Netzwerken der internationalen Global Change Forschung (Future Earth).

Struktur

In der Profillinie engagieren sich rund 75 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Natur- Sozial- und Geisteswissenschaften. Die disziplinäre Breite der beteiligten Forscherinnen und Forscher ermöglicht die wissenschaftliche Arbeit zu Mensch-Umwelt-Netzwerken an fächerübergreifenden Schnittstellen.

Um die interdisziplinäre Forschung zu Mensch-Umwelt-Netzwerken zu befördern, die den Zielsetzungen der Profillinie Rechnung trägt, und um die fächerübergreifende Zusammenarbeit an der Universität Osnabrück nachhaltig zu implementieren, hat sich die Profillinie eine Zwei-Ebenen-Struktur gegeben: Eine untere Ebene, auf der im Sinne der formulierten Zielsetzungen zentrale thematische Cluster verfolgt werden, und eine übergeordnete Ebene, welche die Vernetzung der Unterschwerpunkte und die Zusammenschau der Forschungsergebnisse gewährleistet. Im Einzelnen haben sich die folgenden thematischen Cluster gebildet:

  • Transformatives Lernen – Governance von Nachhaltigkeitstransformationen
  • Problembewusstsein und Governance: Landnutzung, Flächenkonkurrenz und Bodenschutz
  • Kulturelle Semantik gesellschaftlichen Wandels: Nexus und Narrativ
  • Störungsanfälligkeit von Ökosystemen: Ursachen und Konsequenzen

Die Auffächerung in Unterschwerpunkte bildet einerseits unterschiedliche inhaltliche Schwerpunktsetzungen ab, die mit bisherigen Forschungsleistungen und -interessen der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler korrespondieren; andererseits entspricht sie der Logik einer möglichst erfolgreichen und zugleich breit gestreuten Einwerbung von Drittmitteln, die in überschaubaren Teams gezielt unternommen werden soll. Damit wird die Doppelstrategie verfolgt, distinkte thematische Zugriffe in ihrer Diversität zu fördern und gleichzeitig eine Profilierung auf der Ebene des gesamten Forschungsschwerpunktes zu unterstützen, das heißt es werden Initiativen zu Verbundprojekten in den thematischen Clustern unterstützt, an denen mehrere Professuren/Arbeitsgruppen beteiligt sind, zugleich werden Integration und Außendarstellung der gesamten Profillinie durch gemeinsame Aktivitäten und Publikationen gefördert.